Kompetenz

Qualifikationen veralten, Kompetenzen schärfen sich immer wieder neu

Kompetenzen umfassen das gesamte Können mit der Fähigkeit, dieses Können auf neue, unbekannte Situationen zu übertragen. Der Großteil der Kompetenzen ist „nebenbei“ erworben worden, zum Beispiel durch Qualifikation, aber auch durch Ausprobieren, Lernen von Vorbildern, Beobachten, Erleben - also durch jede Form von Erfahrung.

Viele Menschen kennen ihre Kompetenzen gar nicht, bzw. sie sind nicht in der Lage, sie auszudrücken. Sie sind also „implizit“ vorhanden, stehen aber „explizit“ nicht zur Verfügung. Sie sind jedoch abrufbar, wenn die Situation es erfordert.

Sinnvoll sind also Methoden, sich die eigenen Kompetenzen bewusst zu machen und sie für sich und andere (Kollegen) verfügbar zu machen. 

Eine mögliche Methode sind dazu lösungsorientierte Workshops. Diese sind wertvoller als Seminare, denn diese sind von der Wirkung begrenzt. 

Eine weitere Möglichkeit sind erprobte Verfahren, die helfen, Kompetenzen gezielt zu entdecken, sie zu erweitern und in Arbeitsgruppen (Teams) optimal zu nutzen.

Wissen: Grundlage jeder Kompetenz. Zu unterscheiden sind das „implizite“ (unbewusste) Wissen und das „explizite“ (bewusste) Wissen, das mitgeteilt werden kann.

Denken: Die intelligente und anwendungsbezogene Kombination des Wissens

Kommunizieren: In der Arbeit macht niemand etwas für sich allein. Immer stehen wir in Verbindung mit anderen „Akteuren“, also Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kollegen, Kunden.

Handeln: Das ist das Ziel der Kompetenz. Die optimale Kombination der vier Faktoren findet im gelungenen Handeln ihre „Erfüllung“: die Fähigkeit, Kenntnisse und Erfahrungen auf neue, bisher unbekannte Situationen zu übertragen.

Die Kombination von Wissen, Denken und Handeln sind Bestandteile des „Humboldschen Bildungsideals“. Ich war so frei, sie um die Komponente des Handelns zu erweitern, also tun, machen, umsetzen. Bildung ist kein Selbstzweck!

Alle diese Themen haben mit dem menschlichen Gehirn zu tun!

© Udo Lindner 2017